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25.11.2011 | Ratsfraktion/Buchalla

Wir machen die von SPD, UWG und FDP geplante Bebauung des Blotenbergs nicht mit

Erklärung der CDU-Ratsfraktion

1. Die CDU-Fraktion stand einer Bebaung am Blotenberg zunächst offen und neutral gegenüber. Wir haben uns aber zwischenzeitlich über die Gefahren und Nachteile einer dortigen Bebauung informiert und sind geschlossen in der Fraktion zu dem Ergebnis gekommen, diesen Weg nicht mitzugehen.

Werther - Entgegen den Absichten von SPD, UWG und FDP (jüngste Abstimmungen im Rat) spricht sich die CDU Werther ausdrücklich gegen die Bebauung des Blotenbergs aus. Das etwa 40.000 qm große Gebiet sollte unserer Meinung nach als wichtiges Naherholungsgebiet direkt vor den Toren der Stadt erhalten bleiben. Eine Bebauung wurde nicht nur diesen Naherholungswert und die dortige Natur zerstören, sie würde auch den visuellen Eindruck von einer liebenswerten Kleinstadt direkt am Teutoburger Wald nachhaltig beeinträchtigen. Werther punktet als attraktive Wohnstadt mit entsprechender Grünzone, um den uns viele Nachbarkommunen beneiden. Das wollen wir nicht zerstören.

Jürgen Wächter, unser CDU-Ausschussvorsitzender im Ausschuss für Stadtentwicklung, Kultur und Sport, hat jüngst in einem umfangreichen und fundierten Vortrag auf die vielschichtigen Gefahren éiner Bebauung aufmerksam gemacht. So wird nachweislich durch die Errichtung von Häuserzeilen die vom Teutoburger Wald herblaufende Frischluftschneise der Stadt erheblich beeinträchtigt.

Neue Baugebiete weist man nicht mal eben so aus: Sie prägen das Stadtbild nachhaltig und sind als Fehlentwicklung dann nicht mehr korrigierbar!

Der Blotenberg bietet keine 1a-Lage!

Denn:
- Verschattungen gerade in den Wintermonaten
- der deutlich wahrnehmbare Lärm von der Bielefelder Straße
- die Situation als Nordhang
- die bisher ungeklärte Situation um den verfallenen Hof Overbeck
sind eindeutig negative Faktoren, die nur mäßiges Interesse bei potentiellen Käufern hervorrufen dürften.

2. Die CDU ist nicht gegen die Ausweisung neuer Baugebiete, nur eben nicht an dieser Stelle. Die Stadtverwaltung hätte hier schon vor Jahren, als das Baugebiet Käppkenstraße nachgefragt wurde, mit der maßvollen Entwicklung neuer Flächen beginnen müssen. Geschehen ist aber zwischenzeitlich nichts. Das rächt sich nun, indem keine (neuen) städtischen Grundstücke verfügbar sind.

3. Die Entwicklung eines Baugebietes Blotenberg wird etwa drei Jahre in Anspruch nehmen. Wir haben vor über einem Jahr den Antrag gestellt, Baulücken im Stadtbereich aufzufüllen und mit den Eigentümern zu verhandeln. So sind auch einige Eigentümer bereit, bereits erschlossene Grundstücke zu marktüblichen Preisen zu veräußern. Auf diese Weise wären bis zu 10 Grundstücke kurzfristig in guten Lagen verfügbar. Die Eigentümer sind allerdings nicht bereit, die Stadt als Zwischenhändler zu akzeptieren und sich mit einem Marktwert von ca. 50% abspeisen zu lassen. Wer macht so etwas? Hier fordern wir dringend die Möglichkeit des Direktverkaufs. Nur so sind die Grundstücke überhaupt verfügbar.

4. Wir halten eine schnelle Weiterentwicklung von Baugebieten an verschiedenen Stellen, insbesondere aber am Süthfeld (jenseits der Straße zur Mehrweise), für städtebaulich anspruchsvoller. Damalige Architekten, die an der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes 2006 beteiligt waren, bestärken uns ausdrücklich in dieser Auffassung. Dabei geht es nicht darum, wie fälschlicherweise immer wieder behauptet wird, hier über 100 Bauplätze auszuweisen. Hier geht es um die kurzfristige und maßvolle Bereitstellung von 10 bis maximal 20 Bauplätzen, um den dringend benötigten Bedarf kurzfristig decken zu können. Die maßvolle Erweiterung des Baugebietes Süthfeld II dient der Arrondierung des Stadtbildes und ist wesentlich attraktiver als ein Baugebiet Blotenberg. Diese Einschätzug wurde uns zwischenzeitlich von namhaften Maklern und Stadtplanern bestätigt.

Wir wollen nicht den einfachsten, sondern den besten Weg gehen!
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Werther

aktualisiert von Team Werther, 25.11.2011, 17:07 Uhr