Die sichtbare Achse vom Alten Markt zum Blotenberg, die grüne Verbindung zwischen Innenstadt und Hang des Teuto, sollte als Frischluftschneise zur Kernstadt erhalten bleiben. Diese Forderung erhebt eine Leserbriefschreiberin im Haller Kreisblatt am 17. Juni 2011 (s. unten). Genau das sieht der CDU-Antrag auch vor, der in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Kultur und Sport am 18. Mai behandelt wurde. Grundsätzlich weist der Leserbrief zu einer möglichen Bebauung des Blotenbergs, und zwar nur auf der westlichen Seite, hinter dem Hof Overbeck, richtige Ansätze auf. Die Fraktion erlaubt sich allerdings trotzdem, die in der Presse geäußerte Meinung zu kommentieren.
In Antrag (Drucksache 184/2011) steht auch ausdrücklich, dass ggf. der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans an dieser Stelle im weiteren Verfahren generell zu überdenken sei. Dem konnte sich allerdings (im Gegensatz zu den Grünen) gerade die SPD nicht anschließen. Der Vorsitzende des Ausschusses, Jürgen Wächter, CDU, hat die Problematik in einem ausführlichen Vortrag deutlich gemacht. Diese waren den Ausschussmitgliedern und der Verwaltung vorher in dieser Form unbekannt. Herr Wächter wies eindringlich auf die Gefahren einer grenzenlosen Bebauung an dieser Stelle hin. Kritische-ablehnende Stimmen der SPD-Ausschussmitglieder, wie irrtümlich behauptet wird, haben sich in der Sitzung nicht ergeben. Die SPD hat sich in der Sitzung eher zurückhaltend mit den vorgebrachten Argumenten auseinandergesetzt. Schließlich hatte die Verwaltungsspitze in Person der Bürgermeisterin (SPD) bereits Mittel im Haushalt 2011 für die Bebauung des Blotenbergs eingestellt. Uns sind keine Fälle bekannt, in denen sich die SPD jemals gegen die Bürgermeisterin gestellt hätte.
Der CDU in Sachen Blotenberg zu unterstellen, an dieser Stelle „nicht für die Heimatpflege einzutreten und stattdessen hier am Imperativ eines weiteren Städtewachstums festzuhalten“, ist schlichtweg falsch und stellt die Tatsachen geradezu auf den Kopf. Denn eins ist sicher: Mit unserem Antrag konnten/können überhaupt Problemstellungen erkannt und behandelt werden. Wir empfehlen dringend, die ausführliche Berichterstattung im HK mit Kommentar von Herrn Serowny (20.05.2011) sowie den Antrag der CDU (im Intranet der Stadt Werther) nachzulesen.
Für die CDU-Fraktion
Ulrich Buchalla, Fraktionsvorsitzender